VIII. Kreative Chaoten am Werk

Liebe Kinder, ich heiße Euch herzlich willkommen zum letzten „unechten“ Blog. Seid Ihr mit dem Lesen dieses Eintrags fertig, kennt Ihr die gesamte Vorgeschichte zur Website.

Was ist gestern also passiert, nachdem Nicky, die Schnullerfee, uns den Auftrag erteilt hatte, Helena um Hilfe bei der Reparatur von Tamaras kaputtem Teddy zu bitten? Also abgesehen von der offiziellen Verwandlung der Kommandozentrale in den Leuchtkraftverstärker.

Nun, erst einmal haben wir natürlich Nickys Wunsch erfüllt und versucht, Helena zu erreichen. Allerdings ist sie nicht ans Handy gegangen. Darum ist Gironimo nach seiner Malsession zu ihr geflogen. Wieder zurück, hat er nur gemeint: „Alles erledigt! Helena kümmert sich drum!“ Warum Helena nicht erreichbar gewesen ist, hat er uns jedoch nicht verraten.

Gundula ist den ganzen Tag nicht aufgetaucht. Anastasia und Anton waren am Abend wieder mit den Kindern unterwegs. Gironimo hat sie begleitet. Ich nehm an, sie haben Caros Kletterturm unsicher gemacht. Und Ricky durfte weiterschlafen. Somit waren am Schluss wieder nur Raffy und ich übrig.

Alles in allem war es ein ruhiger Abend. Es sind keine Anfragen mehr hereingekommen. Genau genommen war uns sogar ein bisschen fad. Irgendwie sind Raffy und ich dann auf das Thema „Blogs als moderne Tagebücher?“ gekommen. Wie, weiß ich nicht mehr genau. Ich glaub, es war, weil wir beim Surfen mit Tablet und Smartphone immer wieder auf Websites mit Blogs zu allen möglichen Themen gelandet sind. Vor allem Blogs übers Essen, über ferne Länder und solche mit Basteltipps gibt es en masse.

Raffy und ich haben diskutiert, ob es wohl noch Kinder gibt, die Tagebuch führen, und ob Blogs Tagebücher irgendwann ablösen werden. Wir waren uns einig: Es wird auch in Zukunft beides geben: Tagebücher für Persönliches, das niemand wissen darf. Und Blogs für Erlebnisse, die man möglichst vielen Lesern mitteilen möchte.

Raffy hat sich später auf den Weg zu Ricky gemacht.

Als ich so alleine vor dem Tablet gesessen bin, kam mir der Gedanke, wie toll es doch wäre, unsere Erlebnisse ebenfalls mit anderen zu teilen. Immerhin machen wir Kinder glücklich, lernen viel über Sitten und Gebräuche rund um die Welt und erleben spannende Abenteuer mit GeBos und Hexen.

Je länger ich nachgedacht hab, desto mehr konnte ich meiner Idee von einer KriKra- Website abgewinnen. Ich hab mir also Papier und Stift geschnappt und angefangen, mir Notizen zu machen. So ist nach und nach das Konzept zu dieser Website entstanden, die Ihr gerade besucht.

Noch später am Abend waren wieder alle KriKras beisammen. Nur Ricky blieb im Bett. Sogar die (R)Asselbande war am Anfang mit von der Partie. Die Kinder konnten allerdings nur mit Mühe davon abgehalten werden, wieder Asselball zu spielen. Anastasia hat dann doch ein Machtwort gesprochen und ist mit ihnen in ihre neue Wohnhöhle gegangen. Anton durfte diesmal bei uns bleiben.

Als ich den anderen KriKras meine Ideen erklärt hab, war Gundula geistig nicht wirklich anwesend. Sie ist mit einem verzückten Gesichtsausdruck beim großen Esstisch gesessen und hat sich quasi gar nicht an unseren Gesprächen, ob und wie wir die Website realisieren könnten, beteiligt. Ich glaube fast, sie hat gar nicht mitbekommen, um was es gegangen ist.

Nach einiger Zeit musste ich sie dann aber doch aus ihren Tagträumen reißen. Schließlich ist sie die Expertin für technische Dinge. Wenn sie gesagt hätte, sie könne die Website nicht einrichten, hätten wir KriKras gar nicht weiter über Inhalte und die Verteilung der Aufgaben reden brauchen. Aber Gundula hat meine Vorschläge – wie alle anderen auch – richtig gut gefunden. Ich war soooo happy!

Nach Gundulas o. k. ist die Hölle losgebrochen. Ich sag’s Euch! Alle haben durcheinandergeredet und gekichert. Eine Kindergartengruppe ist vermutlich ein Schmarrn dagegen. Ich bin mir vorgekommen wie inmitten einer Horde

aufg’scheuchter Hendln. Und wisst Ihr was: Ich hab es genossen!

Nach ein paar Minuten musste ich wohl oder übel wieder einmal in die Chefinrolle schlüpfen und für Ordnung sorgen. Ich hab mir ein großes Blatt Papier geschnappt und es mit Tixo über unsere Weltkarte auf der Rückwand des Leuchtkraftverstärkers gepickt. Fliegend hab ich versucht, auch Ordnung in unsere aufgeregten Gedanken zu bringen und sämtliche Vorschläge mitzuschreiben. Das ist aber nur bedingt gelungen. Darum hab ich dann bestimmt, ich kümmere mich später nochmals in aller Ruhe um die Strukturen und die Inhalte der Website.

Ich hoffe, Ihr findet das Ergebnis meiner Bemühungen genauso gelungen wie wir!

Gerade, als es an die Aufgabenverteilung ging, ist Gundula schon wieder verschwunden! Mit einem kurzen „T’schuldigung, muss noch mal weg!“ und roten Wangen ist sein bei der Höhlentür in die Dunkelheit rausgehuscht. Muss sie halt in Zukunft die Aufgaben übernehmen, die wir anderen ihr zugeteilt haben: Sie wird Euch vor allem technische Begriffe erklären und Informationen über besondere Tage wie den Welt-Behinderten-Tag am 3. Dezember jeden Jahres ins Netz stellen. Daneben wird sie für die allgemeine Betreuung der Website zuständig sein. Sie zieht somit in Zukunft im Hintergrund die Fäden und sorgt dafür, dass die Beiträge rechtzeitig veröffentlicht werden und es keine Probleme beim Aufrufen der Website gibt. Auch das Updaten legen wir vertrauensvoll in ihre schlanken Hände.

Die Aufgaben der anderen KriKras waren ebenfalls bald fixiert.

Ich werde weiterhin frei von der Leber weg bloggen und Euch so über Erlebnisse mit Hexen, GeBos und KriKras auf dem Laufenden halten. Allerdings bin ich eine Art technisches Nackerbatzi. Das heißt, ich brauche – zumindest am Anfang – die Hilfe von Gundula oder Ricky, wenn die Blogs auf Euren Bildschirmen und mobilen Geräten wie Smartphones wirklich so ausschaun sollen, wie ich mir das vorstell.

Gironimo wird die Bilder malen und eventuell auch fotografieren. Malen kann er, das hat er schon oft bewiesen. Beim Fotografieren ist das nicht ganz so eindeutig. Da schwankt die Qualität der Bilder manchmal ganz schön. Das müsst Ihr bitte

entschuldigen. Fotos wird er vor allem für Helenas Bastelanleitungen machen. Wenn Helena nicht gerade in der Schule ist oder unsere Ideen Wirklichkeit werden lässt, bastelt sie erstaunliche Dinge aus Müll oder Material aus der Natur. Oft hilft ihr Caro dabei. Meistens sind es also recht einfache Sachen, die Ihr sicherlich (eventuell mit gelegentlicher Hilfe Eurer Eltern oder größeren Geschwister) leicht nachmachen könnt. Helena war sofort Feuer und Flamme für die Idee der Website, als wir sie angerufen haben.

Zurück zu Gironimo: Beim Fotografieren probiert er gerne herum. Er ist von Computerprogrammen begeistert, die Fotos so verändern können, dass sie wie Zeichnungen ausschaun. Wundert Euch also nicht, wenn ihr solche Bilder auf der Website entdeckt. Außerdem hat sich Gironimo bereit erklärt, den Blog für Gäste zu betreuen. In ihm können auch GeBos, Hexen oder andere Besucher von ihren Erlebnissen berichten. Wer weiß, vielleicht ist ja jemand von Euch eines Tages Gastbloggerin oder Gastblogger?

Ricky und Raffy werden Informationen zu aktuellen Themen wie Weihnachten in Büchern und im Internet suchen und zu Beiträgen zusammenfassen. Dabei sollen kuriose Fakten nicht zu kurz kommen. Freut Euch drauf!

Und schließlich Anastasia und Anton: Sie wollen Euch anfangs vor allem Anleitungen für lustige Experimente aufschreiben. Für später planen sie, Arbeitsblätter, Rätsel und Ähnliches in ihrem Blog zu präsentieren. Das ist allerdings Zukunftsmusik. Vor Ende Februar wird’s wohl kaum losgehen.

Jetzt, wo Ihr mit der Geschichte der Website und unseren Plänen vertraut seid, steht den „richtigen“ Blogs nichts mehr im Wege – außer einem störrischen neuen Computer!

Aber wir haben in der Vergangenheit noch jedes Problem gelöst. Ich bin mir ganz sicher: Schon ganz bald wird „Guggadamondo!“ vom neuen Laptop aus zu hören sein und wir werden diesen neuen Laptop verwenden, um mit der Welt zu kommunizieren.

Ich wünsche Euch und uns spannende und vergnügliche Zeiten mit unseren Büchern und unserer Website!

Viele Bussis, Gwendolyn

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