VII. Und ACTION!

Liebe Mädels, liebe Burschen, seid gegrüßt.

Gestern war es endlich so weit: Der erste richtige Arbeitstag stand vor der Tür. Oder besser gesagt: Wir hatten geplant, gestern erstmals nach unserem Übersiedeln der Welt wieder beim Zumleuchtenbringen von Kinderaugen zu helfen.

Gundula hat in der Früh eine ganze Weile am neuen Computer herumgedrückt. Dann ist sie – ohne ein Wort zu sagen – verschwunden. Keine und keiner wusste, warum und wohin. Ricky, Raffy und ich haben diskutiert, ob sie vielleicht grantig oder beleidigt sein könnte. Uns ist nichts eingefallen.

Kurz darauf hat sich Ricky verabschiedet. Die Gründe: Kopfweh und Schnupfen. Dürfte sich wohl beim Übersiedeln verkühlt haben. Na ja, immerhin steht der Winter vor der Tür. Es weihnachtet schon sehr um uns herum. Bei Euch auch?

Um Advent, Winter und Weihnachten wird es bald im Blog von Ricky und Raffy gehen. Sie recherchieren und schreiben schon fleißig. Da wir aber eben nur das Tablet zur Verfügung haben, dauert es noch ein bisschen. Und dass Ricky jetzt auch noch krank ist, trägt nicht wirklich zur Beschleunigung bei. Immerhin gibt’s Smartphones, mit denen man auch vom Bett aus ins Internet surfen kann. So gesehen ist Schnupfen nicht ganz so tragisch – außer für Ricky persönlich natürlich. Kranksein ist nie gut.

Hoffe, Ihr seid alle gesund und meine Blogs gefallen Euch! Schreibt mir doch! Auch für – konstruktive, freundliche – Kritik bin ich dankbar. Denn ich möchte die Website so gestalten, wie sie Euch am meisten taugt.

Nach dem Fortgehen von Gundula und Ricky saßen Raffy, Anastasia und ich alleine in der Kommandozentrale herum. Anton war wieder mit den Kindern unterwegs. Gironimo hat gemalt.

Somit gab es nur Computer-Nicht-Spezialisten. Und leider machten wir unserem Ruf

alle Ehre. Immerhin haben wir es geschafft, den Computer hochzufahren (also zu starten). Sogar Texte konnten wir schreiben und speichern. Aber ins Internet einloggen konnten wir uns nicht. Mit dem Smartphone kamen wir sehr wohl ins Internet, an diesem lag es also nicht.

Kurz vor dem Mittagessen gab’s noch immer kein Lebenszeichen von Gundula. Ricky hat im Laufe des Vormittags Fieber bekommen und ist eingeschlafen. Da wollten wir nicht stören.

Dafür sind Gironimo und die Asseln wieder in die Kommandozentrale gekommen.

Wir haben beim Mittagessen den Entschluss gefasst, unsere lang herbeigesehnte Botschaft an die KriKras und GeBos auf der ganzen Welt mit dem Tablet zu verschicken:

Wir, die österreichischen KriKras, sind wieder online!
Diesem Moment haben wir schon sehr ungeduldig entgegen gefiebert.

Jetzt können sich die GeBos und KriKras wieder an uns wenden, wenn sie Hilfe beim Ideenfinden benötigen.

Alle waren furchtbar gespannt, wer sich von wo aus als Erstes melden würde.

Und dann war es endlich so weit: „Guggadamondo!“ war aus dem neuen Lautsprechersystem unserer Höhle zu hören. Nicky, eine österreichische Schnullerfee, hat uns um Unterstützung gebeten. Diesmal gab es jedoch nicht das Problem, dass ein Kinderwunsch unklar war. Sondern dass Nicky Helena nicht erreichen konnte. Ein Mädchen namens Tamara hat Nicky seinen Schnuller gemeinsam mit einem Brief und einem kaputten Teddybären aufs Fensterbrett gelegt. Tamaras großer Wunsch war es, dass das abgerissene Ohr ihres Teddys wieder angenäht wird. Dafür opfert sie sogar ihren Schnuller. Tamaras Teddy sitzt nun bei Nicky zu Hause. Mit Brief und Schnuller hat Nicky das gemacht, was sie immer tut.

Kennt Ihr das Schnullerverteilsystem der Schnullerfeen schon?

Die Schnullerfeen sammeln Schnuller und Briefe ein. Die Wünsche in den Briefen werden so gut es geht erfüllt. Natürlich gibt es Wünsche, die zu aufwendig oder gar unmöglich zu erfüllen sind (zum Beispiel das Lebendigzaubern einer Puppe oder des Opas). Dann versuchen wir KriKras, dem betroffenen Kind trotzdem eine Freude zu machen. Denn uns ist klar, dass die Trennung von so einer lieben Gewohnheit wie dem Schnullerzutzeln oft eine harte Angelegenheit ist, die durchaus belohnt werden kann. In solchen Fällen bitten wir oft Haustiere oder Spinnen um Hilfe. Diese beobachten die betreffenden Kinder, damit die „Ersatzgeschenke“ auch wirklich zu ihnen passen.

Die Schnuller werden auf einen großen Baum im geheimen Schnullerfeental gehängt. Von dort holen die Schnullerfeen sie wieder ab, wenn sie Kinder entdecken, die sich keine Schnuller leisten können.

Wir haben Nicky gestern natürlich versprochen, Helena um Hilfe zu bitten, sobald sie aus der Schule kommt. Ich war mir ganz sicher, sie hext das Teddyohr wieder an seinen Platz, wenn Nicky ihr den Teddy bringt. Schnullerfeen sind – wie auch die Zahnfeen und viele andere GeBos – viel stärker als man denken könnte. Sonst könnten sie ihrer Aufgabe als Geschenküberbringerinnen und -überbringer oft nicht nachkommen. Den reparierten Teddy wird Nicky voraussichtlich in der Nacht von heute auf morgen auf Tamaras Fensterbrett setzen. Und morgen in der Früh werden die Kinderaugen leuchten. Auch, wenn wir diesmal nicht viel nachgedacht haben.

Das ist doch der beste Job der Welt, oder?

Im letzten Blog war vom „Leuchtkraftverstärker“ die Rede. Könnt Ihr Euch erinnern? Was könnte das wohl sein?

Ich verrat’s Euch: Das ist der neue Name für unsere Kommandozentrale! Der Ausdruck stammt von Raffy. Des Regenwurms Überlegungen: Kinderaugen leuchten in der Regel immer, wenn ein Kind ein Geschenk bekommt. Ist es durch unser Nachdenken aber genau das am meisten gewünschte Geschenk, leuchten die

Kinderaugen sogar noch mehr. Wir verstärken somit durch das Nachdenken in unserer Kommandozentrale das Leuchten der Augen eines beschenkten Kindes. Die Kommandozentrale wird dadurch zum Leuchtkraftverstärker.

Gironimo hat der Ausdruck so gut gefallen, dass er einen Torbogen aus Holz hergestellt und mit den Worten „Willkommen in unserem Leuchtkraftverstärker!“ bepinselt hat. Der schmückt seit gestern den Eingang unserer Höhle. Außen neben dem Fenster hat Gironimo zudem die österreichische Fahne aufgemalt. Auch keine schlechte Idee, finde ich.

Im letzten „falschen“ Blog werde ich Euch noch erzählen, wie ich auf die Idee der Website gekommen bin und wie sie dann schließlich wirklich entstanden ist.

Die Geschichte des ersten Arbeitstags und der Entstehung der Website gibt es ab Jänner ebenfalls in Buchform. Das Buch wird „Das digitale Glühwürmchen“ heißen und wir werden sein Erscheinen rechtzeitig ankündigen.

Bis zum nächsten Blog! Eure Gwendolyn

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