IV. Die Computerlieferung

Seid gegrüßt, werte Mädel und Burschen, ich heiße Euch herzlichst willkommen!

Die Verbeugung dazu müsst Ihr Euch vorstellen, denn Filme gibt’s noch keine auf dieser Website. Wir haben vor, die Blogeinträge später auch als Videos zu veröffentlichen. Aber das dauert noch.

Wer weiß, vielleicht geht ja ein Traum in Erfüllung und wir können uns irgendwann einmal die Unterstützung durch eine Gebärdendolmetscherin oder einen Gebärdendolmetscher leisten. Denn unser Ziel ist es, unsere Geschichten auch Menschen mit Beeinträchtigungen (zum Beispiel des Gehör- oder des Sehsinns) zugänglich zu machen.

Der vorige Blog hat damit geendet, dass wir KriKras in der neuen Höhle fix und foxi mitten im Chaos geschlafen haben. Könnt Ihr Euch erinnern?
Es ist uns auch gar nichts anderes übrig geblieben. Wir hatten zu dieser Zeit ja noch keine Wohnräume.

Schön wäre es gewesen, wenn uns eine Hexe auch beim Einräumen der Sachen in die neuen Regale geholfen hätte. Aber die haben uns schon nach dem Sauber-Zauber klargemacht, dass wir den Rest alleine schaffen müssen.

Dreimal dürft Ihr raten, wer zuerst munter war. Natürlich Leonie, Anita und Adrian, die jüngsten Mitglieder der KriKras. Seid Ihr auch immer vor Euren Eltern munter?

Die älteren Asselkinder, Alina und Armin, haben hingegen noch gut geschlafen. Es war Sonntag und daher weder Schule noch Kindergarten.

Fällt Euch was auf? Die Namen der ersten vier Asselkinder beginnen alle mit einem „A“. Denn das ist in vielen Asselfamilien schon seit mehreren Generationen Tradition. Nur das Baby heißt Leonie. Anastasia und Anton haben nach Leonies Geburt gemeint, es sei einfach Zeit, aus alten Gewohnheiten auszubrechen und etwas Neues

zu wagen. Find ich gut! Was meint Ihr?

Anita und Adrian haben gleich nach dem Munterwerden mit ihrer Lieblingsbeschäftigung angefangen: Asselball. Leonie ist noch zu klein zum Mitspielen. Sie hat sich zu ihren Eltern gekuschelt.

Beim Asselball rollen sich die Kinder einfach zusammen. Sie sind nämlich Rollasseln, müsst Ihr wissen. Und dann kugeln sie überall in der Kommandozentrale (oder wo sie gerade sind) herum. Vergleichbar ist das mit Purzelbäumemachen. Jede/r versucht jedoch dabei, mit den anderen zusammenzustoßen. Die/der angestupst wurde, scheidet aus. Daher weichen sie sich gegenseitig aus und ändern dauernd ihre Rollrichtung. Man muss furchtbar aufpassen, dass man nicht über sie drüberstolpert. Ich bin dann meistens echt froh, dass ich fliegen kann. Gironimo auch. Gundula hüpft einfach in die Höhe. Aber Ricky und Raffy sind wirklich arm, denen rollen die Kinder schon einmal über die Hinterkörper. Gundula wird auch oft ganz wild, wenn die (R)Asselbande bei den Kabeln unserer elektronischen Geräte herumkugelt. In der neuen Höhle werden nun zwar weniger Kabel herumliegen als in der alten. Denn viele Geräte werden in Zukunft mit WLAN funktionieren. Aber trotzdem stört’s, wenn man dauernd ausweichen muss. Da ist auf jeden Fall ein Machtwort fällig!

Gironimo war an unserem ersten Morgen in der neuen Höhle so müde, dass er nicht einmal durch den Assellärm aufgewacht ist. Alle anderen waren spätestens dann wach, als Anton mit den Kindern geschimpft und sie raus in den Garten geschickt hat.

Bei Gironimo hab ich zuerst überlegt, ihn mit Wasser anzuspritzen. Denn er erschreckt mich auch immer wieder richtig fies. Aber Gundula konnte mich dann doch überzeugen, ihm nur mit meinem Hinterteil ins Gesicht zu leuchten.

Gerade, als wir beim Frühstück gesessen sind, ist „unsere“ Junghexe Helena mit dem Computer gekommen. Das war ein Trara! Sie hat auch A3792X, Friedolin und Malin mitgebracht. Ihr hättet Gundulas Gesicht sehen sollen! Sie hat gestrahlt wie ein Glühwürmchenpopo! Ich weiß allerdings nicht, ob das wirklich wegen des neuen

Computers war – oder vielleicht doch wegen des Besuchs von A3792X. Immerhin hat sie ihn beim Übersiedeln die ganze Zeit fasziniert beobachtet ;o) .

Leider ist Helena gleich wieder gegangen. Friedolin und Malin hat sie mitgenommen. Nur A3792X ist bei uns geblieben.

Kaum war der Laptop ausgepackt, hat sich Gundula an die Arbeit gemacht. Sie hat ihn auf einen der neuen, höhenverstellbaren, Tische gestellt, sodass wir beim Schreiben und Chatten direkt vor unserer elektronischen Weltkarte sitzen oder stehen. Diese ist an der Rückwand der Höhle aufgehängt. Am Tisch neben dem mit dem neuen Computer liegt in Zukunft dieses Tablet, auf dem ich noch immer schreibe(n muss).

Anton ist dann mit den Kindern zu den Großeltern gegangen. Anastasia und Leonie sind bei uns geblieben. Davor hat es allerdings noch eine heftige Diskussion zwischen Anastasia und Anton gegeben. Worum genau es da ging, hab ich nicht verstanden. Ich vermute aber, Anton wollte dabei sein, wenn der neue Computer zum ersten Mal hochgefahren (das ist die Bezeichnung für „Einschalten“) wird. Ich werde Anastasia vorschlagen, den magischen Moment zu filmen.

Als die Asseln weg waren, haben alle tief durchgeatmet. Die Ruhe hat richtig gut getan!

Ihr müsst wissen: Anastasia und Anton teilen sich die Arbeit in der Kommandozentrale und in ihrem Haushalt beziehungsweise die Kindererziehung eigentlich auf. Aber sie haben manchmal ganz unterschiedliche Vorstellungen davon, WIE das passieren soll. Mir taugt es auf jeden Fall, dass sie es zumindest probieren. Respekt!

Gundula hat eine ganze Weile herumgewerkelt. Dabei hat sie immer wieder mit Ricky diskutiert, unserem zweiten Computerfreak der Gruppe. Ricky hat dann meistens wild auf dem Tablet herum gewischt und durfte Gundula ausnahmsweise Anweisungen erteilen. Sonst lässt sie sich nichts dreinreden.

Wir anderen KriKras haben in der Zwischenzeit die Sachen in die Regale geräumt. A3792X hat uns wieder geholfen und Gundula hat ihn dabei trotz ihrer Arbeit am Computer beobachtet. Nach ungefähr zwei Stunden musste er allerdings nach Hause gehen.

Als Gundula und Ricky den Computer kurz vor dem Mittagessen endlich zum Rennen gebracht haben, waren wir alle erleichtert. Dieses Mal ist sozusagen dem Computer ein Licht aufgegangen und unsere eigenen Augen haben geleuchtet. Leider aber nur kurz.

So, mit dieser Information beende ich meinen Blog, damit er nicht zu unübersichtlich wird. Aber wer will, kann ja gleich mit dem nächsten Blog weitermachen. Ich verrat Euch was: Am Nachmittag war wieder eine Menge los!

Viele Bussis, Eure Gwendolyn