II. Dumdidum, wir KriKras, wir ziehn um! Teil 1

Alle bereit? Weiter geht’s! Hier kommt die Zusammenfassung des Umzugs.

Ausführlicher ist die Geschichte übrigens im 2. Buch namens „Der Rumpeldibumzug“ erzählt. Ihr könnt es ab Mitte Dezember bei uns bestellen. Wenn es tatsächlich so weit ist, kündigen wir es natürlich auf der Startseite (= Homepage unserer Website, siehe unten) an.

Ich weiß nicht, ob wir den Umzug beschlossen hätten, wenn uns vorher klar gewesen wäre, wie viel Arbeit das ist! Vor 4 Tagen hieß es: Regale ausräumen, Sachen in Säcke und Schachteln verstauen, neue Höhle putzen, Sachen übersiedeln, neue Möbel aufstellen, Sachen einräumen, alte Höhle putzen. Und natürlich Wohnhöhlen in der Nähe der Kommandozentrale finden und ebenfalls einrichten. Klingt heftig, oder? War es auch. Obwohl wir die Sache mit den Wohnhöhlen auf später verschoben haben. Wir werden eben ein paar Tage in der Kommandozentrale übernachten.

Heftig deshalb, weil wir zuerst ganz ohne hexige Hilfe auskommen mussten. Helena war in der Schule, so wie alle anderen Mädels in ihrem Alter auch. Aber nicht in einer speziellen Hexenschule, wie Ihr jetzt vielleicht vermutet. Sondern in einer ganz normalen Menschenschule. Zaubern lernt sie zu Hause von ihrer Mama. Außer uns KriKras weiß niemand vom Doppelleben „unserer“ Hexen. Nicht einmal Helenas beste Freundin. Sie leben ganz unerkannt als normale Familie unter den Menschen. Das soll auch so bleiben. Gironimo malt die Hexen daher entweder von hinten oder mit verdeckten Gesichtern.

So mussten wir also alleine werkeln. Wir waren alle ganz baff, wie viel Kramuri und Krimskrams bei uns in der kleinen Höhle verstaut gewesen ist. Alleine die Massen an Büchern! Die meisten davon gehören Raffy, dem deutschen Regenwurm mit der wilden Frisur. Raffy ist ein richtiger Bücherwurm und steht auf dem Standpunkt: „Internet ist ja schön und gut. Aber es geht doch nichts über ein Buch im kuscheligen Bett. Viele Informationen gibt es im Internet gar nicht, weil sie älter sind als dieses. Außerdem will ich auch bei Stromausfall lesen können.“ Dem ist wohl nichts

hinzuzufügen. Wir konnten Raffy auch nicht überreden, sich zumindest von ein paar Büchern zu trennen. Blieb uns also nichts anderes übrig, als die Bücher mitzunehmen.

Ist Euch eigentlich schon aufgefallen, dass ich nie „er“ oder „sie“ schreibe, wenn ich von den Regenwürmern Ricky und Raffy erzähle? Denn Regenwürmer sind von Natur aus Zwitter, also weder Mädels noch Burschen. Daher finden sie, dass weder weibliche noch männliche Bezeichnungen passen. Auch die Namen könnten Abkürzungen sowohl für Riccarda und Raffaela als auch für Richard und Raffael sein. Ich hab ihnen versprochen, dass ich beim Schreiben darauf achten werde. Ist gar nicht so einfach! Gut finde ich auch diese Aussage: „Wir sind gleich und wir sind ein Paar. Das ist also ganz natürlich.“

Zurück zum Umzug: Gironimo und Gundula haben Raffy beim Verstauen der Bücher in Schachteln geholfen. Gironimo hat fliegend die obersten Bücher aus den Regalen geholt, Gundula durch Hüpfen die weiter unten erreicht und Raffy hat die untersten mit der Schwanzspitze in die Schachteln geschupft.

Ricky hat sich um die elektronischen Geräte gekümmert, die wir mitgenommen haben. Vor allem das Tablet, das ich jetzt gerade zum Schreiben dieses Blogs nutze. Die Regenwürmer bevorzugen Tablets. Da sie keine Arme haben, befestigen sie einen Stift an der Schwanzspitze. Fürs Schreiben auf Papier nehmen sie ganz normale Stifte, wie Ihr sie auch verwendet. Fürs Schreiben und Tippen am Tablet haben sie einen ganz speziellen Stift. Genaueres darüber schreibt Gundula in ihrem Blog. Sie selber benutzt das Tablet ebenfalls. Allerdings gleichzeitig mit dem Computer. Mit den Händen tippselt sie, mit ihren langen Fühlern wischt sie am Tablet herum, das sie auf eine spezielle Halterung über dem Bildschirm befestigt. Das schaut furchtbar witzig aus. Aber ich hab mich mittlerweile an den Anblick gewöhnt. Ach ja, und Gundula hat mich gerade eben schon wieder ausgebessert: Computer ist nicht gleich Laptop. Wir schreiben auf Laptops, tragbaren kleineren Computern zum Zusammenklappen, nicht auf einem großen, fix herumstehenden Kasten. Soll sein. Falls ich in Zukunft vom Computer schreibe, wisst Ihr also, dass ich einen Laptop meine.

Ungefähr zur Mittagszeit hab ich die anderen KriKras alleine gelassen und bin zur neuen Höhle geflogen. Chefinvisite quasi ;o) . Was soll ich sagen? Da erwartete uns auch noch viel Arbeit. Zu diesem Zeitpunkt haben mich zum ersten Mal Zweifel beschlichen, ob wir den Umzug wirklich in einem Tag durchziehen können. Am Heimflug war ich dann schon wieder besser drauf und habe wohl unbemerkt vor mich hin gesungen. Denn plötzlich hat sich unter mir eine Ameise beschwert, ich solle nicht so falsch singen! Könnt Ihr Euch das vorstellen? So hab ich Bekanntschaft mit unserem neuen Nachbarn A3792X gemacht. Komischer Name, oder? Er hat sich jedoch gewundert, warum ich über den Namen erstaunt bin. Für ihn ist das das Normalste der Welt! Ich finde A3792X wirklich nett!

Später bin ich auf Helenas Terrasse gesessen. Die restlichen KriKras sind auf Caros Kletterturm im Garten herumgekraxelt. Sie waren so groß wie Puppen. Das heißt, irgendeine Hexe war zu Hause und hat sie großgehext. Aber ich selber hatte noch keine gesehen.

Plötzlich ist mir eingefallen, dass gerade ich mich nicht wundern sollte, wenn einer oder einem Fremden ein persönliches Merkmal komisch vorkommt, das einen selbst nie ins Grübeln gebracht hat. Denn wie Ihr sicher schon bemerkt habt, sind meine Deckflügel unterschiedlich. Der linke ist schwarz, der rechte dunkelbraun. Das führt manchmal zu komischen Reaktionen bei Gesprächspartnern, die mich nicht kennen. Teilweise sogar zu richtig unguten. Dann erklär ich denen meistens, dass anders gefärbte Körperteile nichts Schlechtes sind und nicht wehtun. Ich bin trotzdem ich und ein ganz normales Glühwürmchen. Wie jemand ist, hängt ja schließlich nicht davon ab, welche Farbe die Augen, die Haut oder die Flügel haben, gell?

Sodala mit Himbeer. Ich hör jetzt mit dem Blog auf, damit es nicht zu anstrengend wird zum Lesen. Wie der Umzug weiter ging und warum A3792X nicht der einzige neue Freund geblieben ist, schreibe ich im nächsten Eintrag gleich über diesem.

Bis dann. Ich freu mich, wenn Ihr dran bleibt! Eure Gwendolyn