III. Dumdidum, wir KriKras, wir ziehn um! Teil 2

Wie unten geschrieben: Der vorige Blog war der erste Streich, doch der 2. folgt sogleich. Mit dem Umzug waren wir am Ende des Eintrags noch nicht fertig, daher erzähl ich hier weiter.

Es folgte ein kleines bis mittelgroßes Drama, als ich mir auf der Terrasse der Hexen die Sonne auf den Bauch scheinen hab lassen. Helena ist tränenüberströmt zu mir auf die Terrasse gekommen. Sie hat es vor lauter Schniefen fast nicht geschafft, mich zu begrüßen und ebenfalls groß zu hexen.

Ihr fragt Euch sicherlich, was Helena so aus der Fassung gebracht hat. Eigentlich war es etwas ganz Liebes: Sie wollte uns beim Putzen der neuen Höhle helfen. Leider ist der Sauber-Zauber schief gegangen und die Höhle war komplett mit Schaum gefüllt, als wir dort angekommen sind. Helena hatte furchtbare Angst, dass ihre Mama böse wird. Denn eigentlich hat Barbara ihrer Tochter verboten, sich das Zusammenräumen durch Zaubern zu ersparen. Das heißt, Helena war nicht verzweifelt, weil sie die Höhle verwüstet, sondern weil sie sich vor einer Strafe gefürchtet hat. Aber ausnahmsweise hat die Oberhexe gar nicht geschimpft. Helena wollte uns ja nur helfen und sich nicht selber vor dem Zimmeraufräumen drücken. Barbara hat den Schlamassel selber beseitigt. Waren wir froh, dass wir uns das Putzen sparen konnten! So gesehen hat Helena ihr Ziel erreicht.

Unsere Nachwuchshexe hat uns anschließend zur alten Höhle begleitet und auf KriKra-Größe gehext. Sie ist aber gleich wieder verschwunden. Ihre Mathe- Hausübung war noch zu erledigen. Für uns hat das bedeutet: Wieder keine hexige Hilfe beim Übersiedeln selber!

Doch dann hatte Gironimo einen Geistesblitz. Er hat vorgeschlagen, dass wir Helenas Hund Friedolin um Hilfe beim Tragen bitten. Und er hat sich daran erinnert, dass in Helenas Zimmer ein kleines Körberl steht, in das wir unsere Schachteln und Säcke geben und das Friedolin zur neuen Höhle tragen könnte. Wie war das mit dem Huhn und dem Korn? Kennt Ihr den Spruch? Ich denk, der passt in diesem Fall zu meinem Brüderchen.

Gironimo ist dann gleich zu Helenas Haus geflogen. In der Zwischenzeit bin ich zu A792X geflogen und habe ihn gefragt, ob er uns beim Anfüllen und Ausräumen des Körberls helfen könnte. Als Ameise ist er ja so viel stärker als wir. Natürlich ist A3792X mitgekommen. So haben die anderen KriKras auch gleich unseren neuen Nachbarn kennengelernt.

Bei Gundula hab ich später am Nachmittag einen ganz ungewohnten Gesichtsausdruck bemerkt. Wisst Ihr, ihre Wangen waren ganz rot und die Augen haben komisch geglänzt. Zu dem Zeitpunkt hab ich noch befürchtet, sie wird krank. Mittlerweile vermute ich etwas ganz was anderes.

Wir KriKras waren fürchterlich k. o., als die Sachen endlich im Körberl verstaut waren. Friedolin war so lieb und hat uns KriKras auch noch getragen beziehungsweise auf sich reiten lassen. Irgendwie waren wir alle traurig, als wir den Stein ein – vermutlich – letztes Mal vor den Höhleneingang geschoben haben. War ja eine schöne Zeit, die wir in der Höhle hatten!

In der neuen Höhle hat uns dann noch einmal eine Überraschung erwartet. Oder eigentlich waren es zwei. Doch die Zweite haben wir erst entdeckt, nachdem die Erste wieder weg war. Diese erste Überraschung hieß Malin Maus und hat unsere armen Asseln fast zu Tode erschreckt. Denn sie hat ausgerechnet in unserer neuen Kommandozentrale ihr Mittagsschläfchen gemacht und ist erst aufgewacht, als Anastasia und Anton die Höhle betreten haben. Anastasia hat furchtbar geschrien! Aber wir haben gleich gemerkt, dass Malin mindestens so erschrocken ist wie wir. Er war ganz unglücklich, dass er die tolle Höhle nicht auch in Zukunft als Schlafplatz nutzen kann. Daraufhin haben Gironimo, Anton, Ricky und ich angefangen, eine andere Höhle für Malin zu graben. Allerdings ist es finster geworden, bevor wir fertig waren. Malin hat dann selber übernommen und im Schein unseres Glühwürmchenlichts die Höhle fertig gebaut.

Die zweite Überraschung war, dass Barbara unsere Höhle innen nicht nur sauber gehext hat, sondern dass auch neue Regale aufgestellt waren. Aber das Genialste wisst Ihr ja noch gar nicht: Es gibt mehrere Tische, die sich in der Höhe verstellen

lassen. Auf diese werden wir in Zukunft unseren Computer und unser Tablet stellen. So kann jede und jeder unserer Gruppe bequem in der Position schreiben, die am besten zum Körperbau passt! Besonders die Regenwürmer freuen sich darüber, denn für sie war die Arbeit bisher ziemlich mühsam.

Am Abend waren wir alle streichfähig. Wir haben die Nacht in der neuen Kommandozentrale verbracht. Zwar hat noch schreckliches Chaos geherrscht, alle Säcke und Schachteln sind noch herumgelegen. Aber das war uns wurscht! Geschlafen haben wir wie die Murmeltiere.

So, jetzt kennt Ihr die Geschichte unseres Umzugs.
Weiter geht’s im nächsten Blog mit der Computerlieferung und unserem ersten Chat. Für dieses Mal: Tschüsselchen mit Küsselchen!
Eure Gwendolyn