VI. Jo mei, a so a scheene Singerei!

Hi Fans (ich hoffe zumindest, dass Ihr welche seid), könnt Ihr singen? Wenn ich ehrlich bin: Ich kann es nicht.

Ums Singen geht es in diesem Blog. Genauer gesagt: Ums Singen vor 2 Tagen, also vorgestern.

Zuerst wollten wir in unserer Kommandozentrale „Guggadamondo“ singen und aufnehmen. Alle haben es einzeln probiert, anschließend haben wir verschiedenste Duette und in Gruppen gesungen. Aber nichts hat gepasst. Gironimo, unser Künstler, hat zwar behauptet, er sei der Beste. Allerdings sind wir anderen KriKras einer Meinung, dass er besser beim Zeichnen und Malen bleiben sollte. Das kann er besser. Er hat danach zwar etwas von „Kunstbanausen“ gemurmelt und noch eine Weile gemotschkert, aber er hat es dann doch noch eingesehen. Schlussendlich durfte Leonie ihre eigene Wortkreation noch einmal laut rufen. Besser gesagt: Sie hätte sie rufen dürfen.

Kennt Ihr das? Oder macht Ihr das vielleicht sogar selber? Wovon ich schreibe? Nun, Leonie quatscht fast die ganze Zeit, wenn sie munter ist. Sobald man ihr aber ein Handy ans Ohr hält und sie mit jemandem telefonieren darf, ist sie stumm und will so ganz und gar nicht reden. So war es auch mit dem Aufnehmen von „Guggadamondo“. Sie war absolut nicht dazu zu bewegen, ins Mikrofon zu schreien. Anastasia hat nach einigem Hin und Her Gisela angerufen und sie gebeten, sich noch einmal via Bildschirm bei uns zu melden. Das Mikrofon war gezückt, und als Giselas Bild erschienen ist, hat sie Leonie wie erwartet mit „Guggadamondo!“ begrüßt. Somit war das Vorhaben erledigt.

Leider funktionierte zu diesem Zeitpunkt der Laptop noch immer nur durch Hexenzauber. Ich schreibe sogar noch immer am Tablet.
Aber gerade merke ich, bei uns in der Kommandozentrale tut sich was. Gundula strahlt. Ich denke also, meinen 2. „richtigen“ Blog werde ich schon am neuen Computer schreiben.

Falls Ihr jetzt verwirrt seid, was ich mit „richtigem Blog“ mein, lest Euch am besten noch einmal den Blog mit der Nummer 1 (nicht den mit der römischen Ziffer I) durch. Da erklär ich, was es mit der Reihenfolge meiner Blogs auf sich hat.

Zurück zu vorgestern: Den Nachmittag haben wir bei den Hexen verbracht. Und da ging die Singerei weiter. Genauso falsch wie am Vormittag zwar, aber das war egal. Diesmal war es ein Geburtstagslied für Caro zu ihrem 5. Geburtstag. Wie gesagt: Es klang furchtbar falsch. Aber Caro hat sich genauso furchtbar gefreut. Das war das Wichtigste.

Helena hat in letzter Minute noch Puppeneislaufschuhe samt passendem Gewand aufgetrieben. Caro war zwar ein bisschen enttäuscht, dass sie selber keine Eislaufschuhe bekommen hat. Aber da gebe ich Barbara recht: Erst einmal soll sie den Kurs machen und ausprobieren, ob es ihr taugt. Dann können Eislaufschuhe ein Auftrag ans Christkind sein.

Caro hat aber gleich wieder gestrahlt, als sie die riesige Geburtstagstorte von ihrer Oma übernehmen durfte. Gisela hat ganz genau gewusst, dass KriKras in Puppengröße riesigen Appetit haben können. Nur mit dem Riesen-Tortenguster von Hexenhund Friedolin hat niemand gerechnet. Doch dazu später mehr.

Die größte Überraschung für Caro gab es gleich nach dem Tortenessen. Barbara hat Gironimo und mich kurz vor Caros Eintreffen auf den Schultern ihres Papas Erwin – dem einzigen Familienmitglied ohne Hexenkräfte – gebeten, dem Geburtstagskind ihren ersten eigenen Hexenhut zu überreichen! Bisher ist Caro immer mit einem Hut der größeren Hexen herumgelaufen. Ab sofort hat sie ihren eigenen Hut.

Natürlich kann sie damit nicht gleich zaubern. Erst an ihrem 10. Geburtstag wird der Hexenhut zum magischen Hexenhut werden. Die darauf folgenden Jahre wird Caro das Zaubern üben, üben, üben. So wie es Helena gerade tut. Immer unter Beobachtung der Althexen. Ich verrat Euch was: Barbara mag diesen Ausdruck gar nicht! Zu jedem Geburtstag wird der Hexenhut von einer erwachsenen Hexe mit mehr Zauberkraft ausgestattet, falls die Junghexe das Jahr über brav geübt und alle Zauberprüfungen bestanden hat. Mit 20 Jahren sollte sie sämtliche Zauber

beherrschen und einen Hut voll Magie besitzen.

Ihr wisst ja schon: Nur wenn eine Hexe ihren magischen Hexenhut aufhat, kann sie zaubern. Das ist auch gut so, denn dann kommt auch keine Hexe in der Welt der „normalen“ Menschen in Versuchung, zu hexen. Es würde zu stark auffallen, wenn eine Frau mit spitzem Hut am Kopf herumläuft. Zu Halloween und im Fasching, wenn auch Nicht-Hexen in Hexenkostümen unterwegs sind, kann so manche richtige Hexe jedoch nicht widerstehen und zaubert an Orten und in Situationen, die nicht dafür gedacht sind. Das kann selbst eine so vernünftige und strenge Hexe wie Barbara nicht verhindern.

Caro war jedenfalls auch ohne Zauberkraft begeistert von ihrem neuen Hut, da sie nun immer einen zum Spielen zur Verfügung hat. Auch, wenn die anderen Hüte gerade beim Hexen im Einsatz sind.

Caros Hut ist violett mit dunkelbrauner Krempe. Jeder Hut schaut ein bisschen anders aus, damit es zu keinen Verwechslungen kommt. Erwachsene Hexen können mit jedem Hut, der seine volle Zauberkraft erhalten hat, zaubern. Nachwuchshexen jedoch nur mit ihrem eigenen, da dessen Magielevel auf die Besitzerin abgestimmt ist.

Aber genug Hexentheorie jetzt. Der Blog ist schon wieder recht lang. Mehr Informationen wird es außerdem bald bei den Hexenportraits geben.

Unsere Erlebnisse von der ersten Übernachtung in der Kommandozentrale bis zum Hexenfest werden wir im Jänner 2017 als 3. Band der Vorgeschichte zu unserer Website veröffentlichen. Das Buch heißt – wenig überraschend – „Guggadamondo!“. Wir geben natürlich rechtzeitig bekannt, wann es bestellt werden kann.

In den nächsten beiden Blogs erzähl ich Euch von gestern, unserem ersten richtigen Arbeitstag in der neuen Kommandozentrale. Da verrat ich Euch auch, was ein „Leuchtkraftverstärker“ ist.

Ich hoffe, Ihr seid dabei!

 

Eure Gwendolyn

PS: Ich bin euch ja noch die Geschichte mit Friedolin und seinem Tortenguster schuldig. Gerade als Caro ihren Hut in Empfang nehmen durfte, ist Friedolin mit total verschmierter Schnauze aufgetaucht. Er hat fast den ganzen Rest der Geburtstagstorte gefressen und dabei eine Riesensauerei in der Küche angerichtet. Ausnahmsweise kam wieder ein Sauber-Zauber zum Einsatz. Diesmal durfte ihn Helena ausprobieren. Im Gegensatz zum Schaum-Desaster in unserer Höhle hat das diesmal funktioniert. Friedolin ist jetzt angeblich furchtbar schlecht, hat mir Helena vorhin am Telefon verraten. Geschieht ihm ganz recht, finde ich. Und Ihr?